2027 wird Belgrad für drei Monate zur internationalen Bühne: Mit der EXPO 2027 richtet Serbien erstmals eine Weltausstellung aus und erwartet Länder, Organisationen und Millionen Gäste aus aller Welt. Unter dem Motto „Play for Humanity – Sport and Music for All“ geht es um weit mehr als Spiel und Unterhaltung. Die EXPO fragt danach, was Menschen verbindet, wie Sport und Musik Grenzen überwinden und welche Kraft Kreativität, Begegnung und gemeinsames Erleben für die Gesellschaft von morgen entfalten können.
Drei volle Tage widmen wir der EXPO 2027 und haben damit Zeit, ihre Vielfalt wirklich zu entdecken. Internationale Pavillons, Ausstellungen, Veranstaltungen und überraschende Inszenierungen machen das Gelände zu einer Weltreise auf wenigen Quadratkilometern. Dabei sind wir nicht allein unterwegs: Unser Besuch wird von der Serbischen Handelskammer in Zusammenarbeit mit dem Team des Deutschen Pavillons fachlich begleitet und kuratiert. So wollen wir nicht nur staunen, sondern genauer hinschauen, Hintergründe erfahren und mit Menschen ins Gespräch kommen, die an diesem außergewöhnlichen Großereignis beteiligt sind. Und dann ist da natürlich noch Belgrad selbst. Die serbische Hauptstadt empfängt uns am Zusammenfluss von Donau und Save mit einer bewegten Geschichte und einer spannenden Mischung aus orientalischen, mitteleuropäischen und modernen Einflüssen. Wir erkunden die mächtige Festung Kalemegdan mit ihrem weiten Blick über beide Flüsse, erleben die monumentale St.-Sava-Kathedrale und tauchen rund um die Knez-Mihailova-Straße in das lebendige Zentrum der Metropole ein.
Auch jenseits der Hauptstadt gibt es viel zu entdecken. In Sremski Karlovci , dem historischen Karlowitz, wurde 1699 europäische Geschichte geschrieben: Hier schlossen die Heilige Liga und das Osmanische Reich Frieden – und hier soll erstmals bei internationalen Verhandlungen offiziell ein runder Tisch zum Einsatz gekommen sein. Heute lockt das traditionsreiche Städtchen auch mit einer ganz anderen Spezialität: In einem rund 300 Jahre alten Weinkeller verkosten wir serbische Weine, Honig und regionale Köstlichkeiten. Anschließend entdecken wir Novi Sad, das kulturelle Zentrum der Vojvodina, mit seinem altösterreichisch-ungarisch geprägten Stadtbild und der mächtigen Festung Petrovaradin über der Donau.
Noch weiter zurück führt uns Sirmium , einst eines der bedeutendsten Zentren des Römischen Reiches. Unter dem heutigen Sremska Mitrovica kamen die Überreste eines kaiserlichen Palastkomplexes mit Circus und prächtigen Mosaikfußböden ans Licht. Von hier führt unser Weg durch die Landschaft der Fruška Gora zum abgeschiedenen orthodoxen Kloster Petkovica aus dem 16. Jahrhundert. Die dort lebenden Nonnen gewähren uns Einblicke in ihre Tradition und bereiten für uns eine Klostermahlzeit mit hausgemachten Spezialitäten, Wein und Rakija zu.
So verbindet unsere Reise das große internationale Ereignis des Jahres mit einem Gastgeberland, das für viele noch eine Entdeckung ist: drei intensive Tage Weltreise auf der EXPO 2027 – und dazwischen Serbien zwischen römischen Kaisern und orthodoxen Klöstern, Donaustädten, Weinbergen und einer Hauptstadt voller Aufbruch.